Alchemie. Die Große Kunst.

Die künstliche Erschaffung von Gold und Leben. Die Schöpfung von etwas Wertvollem aus dem Nichts. Die gottgleiche Formung einer künstlichen Welt. Diese und ähnliche Bestrebungen werden seit Jahrhunderten den sogenannten Alchemisten zugeschrieben. Ihr Mythos wurde in Europa im Mittelalter populär – doch schon Jahrtausende vorher wurden etwa bei Babyloniern oder den Ägyptern alchemistische Techniken angewendet.

Die Alchemie – also die Auseinandersetzung mit und die Umwandlung von Metallen, Materialien und Stoffen – hängt dabei nicht nur eng mit der modernen Chemie zusammen, sondern geht auch mit der Kunst Hand in Hand. In einer großen Ausstellung geht das Kulturforum dem schöpferischen Aspekt der Alchemie und ihrer Rezeption in der Kunstgeschichte nach. Präsentiert werden 200 faszinierende Werke aus 3000 Jahren Kulturgeschichte. Die Bandbreite reicht von falschen Edelsteinen, Handschriften und Laborbüchern bis zu modernen Werken von Joseph Beuys und Anselm Kiefer.

 

Louis-Jacques Goussier: Chymie, Laboratoire et Table des Rapports, in: Denis Diderot, Encyclopédie, 1771, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Foto: Dietmar Katz

Quecksilberquelle aus dem Samen Shivas, Guler (Pahari), um 1770, Deckfarbenminiatur, Koblenz, Sammlung L. Habighorst, © Sammlung L. Habighorst, Koblenz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: Eve Catherine Trieba
Fotos: (Cover) Traité de Chymie, Frankreich, um 1700, S. 10/11, Aquarell und Tinte auf Papier, Los Angeles, The Getty Research Institute, © The Getty Research Institute, Los Angeles

 

Info

Alchemie. Die Große Kunst.
6. April bis 23. Juli

Kulturforum, Sonderausstellungshallen
Matthäikirchplatz
10785 Berlin-Tiergarten

Tickets 12, ermäßigt 6 Euro

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