Sänger Bernhard Brink, Auf eine currywurst

Auf eine Currywurst mit … Bernhard Brink

Sänger Bernhard Brink kennt sich aus mit guter Unterhaltung. Und zwar nicht nur als Interpret oder Moderator zahlreicher Schlager-Events. Auch im persönlichen Gespräch nimmt der 65-Jährige mit seiner offenen und ungekünstelten Art das Gegenüber rasch für sich ein. Viel zu erzählen hat der gebürtige Niedersachse: In seiner über 40-jährigen Karriere brachte Brink bisher mehr als 100 Singles und 20 Alben auf den Markt. Gerade erst erschien sein neuestes Studiowerk „Mit dem Herz durch die Wand“. Wir haben den vielbeschäftigten Musiker, der zwar nie einen Nummer-eins-Hit landen konnte und dennoch als echter „Schlagertitan“ gehandelt wird, auf eine Currywurst eingeladen und mit ihm über Fußball, Urlaub und den schönsten Moment bei der Entstehung eines neuen Albums gesprochen.

BLO: Mit Darm oder ohne?
Bernhard Brink: „Mit – also richtig fett. Ich bin ja ’72 zum Studieren nach Berlin gekommen und habe das gleich so kennengelernt.“

Kochen oder bekochen lassen?
Brink: „Ganz ehrlich, meine Frau Ute und ich wir gehen lieber essen und lassen das Gastronomieleben wirklich hochleben. Wir sind grundsätzlich einfach gerne unterwegs. Mit Freunden aber auch nur zu zweit. Asiatisches Essen zum Beispiel gibt es in hervorragender Qualität zum Beispiel im Kuchi oder im neuen 893, beide auf der Kantsraße. Sehr speziell aber auch wirklich gut isst man im armenischen Restaurant Semiramis in der Dahlmannstraße. Fisch essen wir gerne mal bei Gosch. Und Don Carlo ist der Italiener bei uns um die Ecke, bei dem wir gerne vorbeischauen.“

Die Arbeit an neuen Songs oder die Tour mit dem neuen Album – was ist der schönste Teil Ihrer Arbeit?
Brink: „Am meisten Spaß macht es, wenn das Ding gemischt ist, du hörst dir das dann an und kannst sagen: Genau so habe ich mir das vorgestellt! Das Gefühl ist einfach toll. Mit Produzent Henning Verlage zum Beispiel [Verlage war unter anderem für die Produktion der Unheilig-Alben verantwortlich, Anm. d. Red.] hat das gerade wahnsinnig gut funktioniert.“

Berlin oder Niedersachsen – wo ist für Sie „Heimat“?
Brink: „Berlin ist ganz klar meine Heimat geworden, ich würde hier nie wieder weggehen. Aber ich fühle mich in ganz vielen Ecken Deutschlands zu Hause. Ich kenne das Land ja wie kaum jemand, gerade WEIL ich nie einen Nummer 1 Hit hatte, also früher nie die großen Hallen gefüllt habe. Stattdessen bin ich von Furth im Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln einfach überall rum getingelt. Deshalb weiß ich auch wie liebenswert Deutschland ist. Inklusive den neuen Bundesländern – was da alles dazugekommen ist, ist einfach ein Gewinn. Auch wenn die Deutschen selbst das manchmal gar nicht recht zu schätzen wissen.“

Spreewald oder Mittelmeer – wo machen Sie gerne Urlaub?
Brink: „In Gegenden wie Mallorca oder Deutschland bin ich einfach wahnsinnig viel beruflich unterwegs, solche Ziele fallen in Sachen Entspannung also weg. Außerdem kann ich das gar nicht mehr leiden wenn ich weiß, ich muss 12 Stunden fliegen. Da ist mir meine Zeit mittlerweile einfach zu schade. Wir sind deshalb sehr gerne in Abu Dhabi und Dubai unterwegs. Einfach, weil man sich dort total sorglos bewegen kann. Es gibt kaum Crime, keine Mücken, das Wetter ist durchgehend toll, die Strände und Hotels sind super … Ein Urlaub dort ist für uns einfach die Quintessenz aus allem.“

Gartenarbeit oder Füße hochlegen – was tut Bernhard Brink in seiner Freizeit?
Brink: „Garten gar nicht, um Gottes willen. Ich wollte extra eine schöne Wohnung OHNE Garten! [lacht] Ich jogge und spiele  im Moment wieder sehr gerne Tennis, meistens bei Blau-Weiß manchmal auch bei Rot-Weiß mit ein paar Kumpels. Ansonsten kann ich aber auch sehr gut auf dem Sofa liegen und dabei Fußball gucken, gerne auf zwei Bildschirmen zwei Spiele parallel. [lacht] Ich drücke natürlich immer unserer Hauptstadt, der Hertha, die Daumen. Wir haben ja in den letzten Jahren so gelitten mit Auf- und Abstieg und so weiter. Es ist schön, dass wir jetzt endlich wieder etabliert sind, so sehe ich das. Ansonsten freue ich mich, wenn international Bayern München gewinnt für uns. Aber die sollen natürlich nicht alles gewinnen!“

Berlin oder der Eurovision Song Contest – was hat sich in den letzten Jahren am stärksten verändert?
Brink: „Der ESC hat sich ja im Vergleich zum früheren Grand Prix völlig gewandelt. Heute geht es dort viel jünger, viel internationaler zu. Es ist wahnsinnig schwer zu gewinnen. Das war ein echtes Bravour-Stück von Raab und Lena. Mit durchschnittlichen Liedern hast du gar keine Chance. Im Gegenteil: Wenn du nicht gleich funktionierst, bekommst du einen richtigen Schlag vor den Bug. Das kann richtig gefährlich werden für Newcomer.

Was Berlin angeht, ist nach der Wende natürlich eine ganz neue Stadt entstanden. Gewaltig was sich hier grundsätzlich verändert hat. Ganz sicher nicht alles zum Guten. Aber gerade am Ku’damm ist es schön zu sehen, wie hier alles auflebt. Heute ist Berlin eine richtige Weltmetropole geworden, die sich gerade wegen ihrer Vielfalt zum Beispiel mit dem engen Paris sehr gut messen kann.“

Wer Bernhard Brink in der Stadt live erleben möchte, sollte sich für die Schlagernacht am 18. November in der Mercedes Benz Arena ein Ticket sichern. Außerdem steht im Frühjahr ein Konzert  in der Waldbühne auf dem Programm.

Text: Eve-Catherine Trieba
Foto: © XAMAX

 

Info

Curry 36 
Filiale Mehringdamm
Mehringdamm 36
10961 Berlin-Kreuzberg
Telefon: 030 25800 88336
Öffnungszeiten täglich 9 bis 5 Uhr

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