Curry26, Denis Fischer, Berlin

Auf eine Currywurst mit … Denis Fischer

Immer mal wieder hat das gebürtige Nordlicht in Berlin gelebt. Und auch wenn der Lebensmittelpunkt des Sängers und Entertainers heute wieder in Bremen liegt, hat er der Hauptstadt nie so ganz den Rücken gekehrt. Wir haben den Vollblut-Musiker ein paar Wochen vor seinem 40. Geburtstag und kurz vor der Uraufführung von „Ocaña, Königin der Ramblas“ am 15. Februar an der Neuköllner Oper auf eine Currywurst getroffen.

BLO: Mit Darm oder ohne?
Denis Fischer: „Bei mir isst das Auge mit und ich finde, die Currywurst sieht mit Darm einfach hübscher aus. Generell esse ich Currywurst immer nur in Berlin, in anderen Städten habe ich da gar keine Lust drauf. Allerdings musste ich mir meine Souveränität an der Bude erst erarbeiten. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal eine Currywurst bestellt habe und ganz unbeholfen rumgestottert habe. Heute merke ich selbst immer gleich, wenn Leute zum ersten Mal hier sind. [lacht]“

Kochen oder bekochen lassen?
Fischer: „Ich koche eigentlich jeden Tag. Von Rouladen bis Pasta ist alles dabei. Wenn ich dazu komme, mache ich besonders gerne Brühe selbst. Das hat wahnsinnig Power. Dann möchte man keinen Brühwürfel mehr in die Hand nehmen. Hier in Berlin gehört der Österreicher Austria am Marheinekeplatz mit den Riesenschnitzeln zu meinen Lieblingsadressen.“

Berlin oder Bremen?
Fischer: „Das war bei mir immer die Frage. Insgesamt habe ich drei Mal in Berlin gewohnt, immer für zwei Jahre. Oft hieß es für mich aber: arbeitslos in Berlin oder arbeiten in Bremen. 2010 bin ich dann zum letzten Mal aus Berlin zurück in den Norden gezogen. Ich komme aber nicht nur für Engagements gerne hierher zurück. Wenn ich in Berlin bin, wohne ich meistens bei meinem Bruder Tim in Mitte. Ab Mitte Februar spiele ich ja an der Neuköllner Oper, dann haben wir für einen halben Monat eine WG zusammen. [lacht]

Wenn ich nach Berlin komme, wird das Gefühl allerdings von Mal zu Mal krasser. Ich bin dann erstmal zwei Tage lang fix und fertig. Obwohl ich es ja eigentlich kennen müsste – aber Berlin und Bremen, das ist so ein Unterschied von der Größe. Schon in einem einzigen Stadtteil sind mehrere Städte aneinander geklebt. Was die beiden Städte noch unterscheidet, ist übrigens die Grünkohl-Tradition. Grünkohl mit Pinkel, das ist in Bremen viel verbreiteter als hier.“

Herz oder Schnauze?
Fischer: „Ich bin um die Jahrtausendwende das erste Mal nach Berlin gekommen. Da war die Schnauze natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber die gehört auf jeden Fall dazu und die will man an Berlin auch gar nicht missen. Sonst wäre die Stadt nicht dieselbe.“

Südsee oder Balkonien – wo kannst du entspannen?
Fischer: „Wenn ich abschalten will, bin ich Parzellist. Es gibt eine Insel in Bremen zwischen zwei Weser-Strängen, dort habe ich seit einem Jahr einen Kleingarten. Strom gibt es, Wasser nicht. Aber am Hauptweg ist gleich ein Brunnen, da zapft man sich sein Trinkwasser. Ich habe mir außerdem einen kleinen Ofen eingebaut und gärtnere vor der Tür, was das Zeug hält. Ich habe dort letztes Jahr schon Gurken angebaut, Kartoffeln, Kräuter. Sogar Marmelade aus Stachelbeeren habe ich schon eingekocht.

Man sagt ja: Wenn man auf die 40 zugeht, muss man als Mann einen Baum pflanzen und ein Haus bauen. So spiele ich meinem Unterbewusstsein einen Streich. Das ist wirklich ein kleines Glücklich-Mach-Seminar für Männer in meinem Alter. [lacht]“

Sommer oder Winter?
Fischer: „Ich würde mich freuen, wenn das nächste Berliner Projekt wieder im Sommer ist. Der Winter hier macht es einem nicht ganz leicht. Aber egal zu welcher Jahreszeit – Berlin bleibe ich treu.“

 

Text: Eve-Catherine Trieba
Foto: © XAMAX

 

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Curry 36 
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Mehringdamm 36
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