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Auf eine Currywurst mit … Ireen Sheer

Seit 2016 ist die gebürtige Engländerin Ireen Sheer in Berlin zu Hause. Gemeinsam mit ihrem Mann und Manager Klaus-Jürgen Kahl entschloss sie sich damals, die idyllische Berglandschaft Tirols gegen den Berliner Großstadttrubel einzutauschen. Eine gute Wahl, wie die sympathische Sängerin in unserem gemeinsamen Interview an der Currywurstbude betont.

BLO: Mit Darm oder ohne?
Ireen Sheer: „Ich muss gestehen, ich esse nicht sehr oft Currywurst. Nur ab und zu wenn wir erst spät nach Hause kommen und noch Hunger haben. Denn eine Currywurst bekommt man hier ja zu jeder Uhrzeit. Zum Beispiel um fünf Uhr morgens an Silvester. Dann auch ganz stilecht mit einem Glas Schampus. [lacht] Wenn ich Currywurst esse, dann lieber ohne Darm, das hat sich irgendwie so ergeben.“

Kochen oder bekochen lassen?
Sheer: „Wenn wir können, verbringen wir gerne Zeit zu Hause. Früher habe ich auch gekocht, vor allem richtig gute Spaghetti – aber dann kam mein Mann. [lacht] Er ist einfach ein ganz toller Koch und brutzelt auch nicht so ewig lange rum wie ich. Wir waren einmal eingeladen zu einem Workshop bei Alfons Schuhbeck und er hat uns ganz viel gezeigt. Auch einen fantastischen Trick für Pasta, den hat Klaus dann übernommen.

Das Geheimnis ist, dass die Nudeln ganz viel Salz bekommen und nur die halbe Zeit gekocht werden. Danach gibt man die in einen viertel Liter Brühe und lässt die Brühe praktisch verkochen, dann sind die Nudeln schon voller Geschmack. Auch auswärts essen wir weiterhin gerne italienisch. Aber manchmal denke ich: Eigentlich müsste man jetzt aufstehen und dem Koch erklären, wie man gute Pasta kocht, damit die nicht so laff ist.

Wo es richtig gut schmeckt, das ist zum Beispiel bei Nabucco in der Giesebrechtstraße, Francesco kocht einfach aber unfassbar lecker. Auch das Weyers können wir empfehlen für Hausmannskost und Frühstück. Dort waren wir erst neulich mit Carmen Nebel essen.“

Berlin oder Tirol – wo fühlen Sie sich zu Hause?
Sheer: „Ich fühle mich sehr sehr wohl hier. Mein Mann hatte schon elf Jahre in Berlin gelebt und gearbeitet, bevor wir uns vor 16 Jahren kennenlernten. Aufgrund vieler Auftritte in der Nähe von Berlin hatten wir hier schon eine kleine Wohnung, die wir als Büro genutzt haben oder mal zum Übernachten. So habe ich ein Gefühl bekommen für das Kiezleben hier. Früher habe ich gedacht, Berlin sei groß und anonym. Aber gar nicht wahr! Berlin besteht aus vielen kleinen Dörfern.

Eigentlich bin ich ja ein ‚Grünmensch‘. Ich liebe es mit viel Natur. Das hatten wir natürlich elf Jahre lang in Tirol, inklusive Schnee und den wunderschönen Bergen. Aber dort musstest du überall mit dem Auto hinfahren. Du konntest nirgendwo hin ohne ein paar Minuten im Auto zu sitzen. Außerdem haben die meisten Restaurants vier Monate im Jahr zu. Die Bürgersteige sind abends hochgeklappt. Man schaut dann aus dem Fenster und sieht gar nichts. Hier ist man sofort mitten im Geschehen. Andererseits kannst du auch die Tür schließen zu Hause und einfach machen was du willst.“

Breitscheidplatz oder Savignyplatz – wo ist Ihr Lieblingsort in Charlottenburg?
Sheer: „Wir mögen besonders den Ludwigkirchplatz um die Ecke, dort ist zum Beispiel das Weyers. Aber man kann auch zu Manzini gehen oder zu Butter Lindner oder zu unserem tollen Obstladen … Abgesehen davon liebe ich den Ku’damm und das KaDeWe. Ich kenne das Haus bestimmt schon seit ich zum ersten Mal in Berlin war Anfang der 70er Jahre. Bei einer Autogrammstunde sagte man mir damals, ich solle mir irgendetwas wünschen, im KaDeWe gäbe es alles. Und tatsächlich, sie hatten recht! [lacht]“

Herz oder Schnauze – was zeichnet die Berliner aus?
Sheer: „Die Mischung. In Tirol hat man immer erkannt, wer ein Tourist ist, denn das waren die einzigen, die nicht gegrüßt haben. Hier ist das natürlich ganz anders. Diesen Lebensstil finde ich aber toll. Ich mag die Art der Berliner.“

Im Tiefschnee oder am Ku’damm – wo feiern Sie Weihnachten?
Sheer: „In diesem Jahr verbringen wir das Fest auf einem Kreuzfahrtschiff im Persischen Golf. An Bord gebe ich Konzerte – natürlich auch schön festlich mit Weihnachtsliedern. Es ist das erste Mal, dass wir Weihnachten in diesem Rahmen feiern. Aber das Leben ist ein Abenteuer und noch sind wir fit. Solange man noch diese Dynamik hat, muss man das nutzen. Später hat man irgendwann keine Lust mehr.“

Mehr von Ireen Sheer? Alle Infos und Termine gibt es hier.

 

 

Text: Eve-Catherine Trieba
Foto: © XAMAX

 

Info

Curry 36 
Filiale am Bahnhof Zoologischer Garten
Hardenbergplatz 9
10623 Berlin
Telefon: 030 31992992
Öffnungszeiten täglich 9 bis 5 Uhr

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