Gin Grüne Woche Markus Semmler

Das macht Gin

Gin-Tonic ist seit Generationen das Partygetränk. Doch nicht nur im Longdrink macht Gin etwas her. Der klare Brand mit seinem eigentümlichen Aroma ist mittlerweile zum echten Trendgetränk avanciert. Er dient als Grundlage für zahlreiche Cocktails oder kann auch pur genossen werden.

Aus Tradition anders.

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wird die Spirituose gebrannt. Der Name Gin leitet sich von der botanischen Bezeichnung Juniperus ab und beschreibt damit einen der charakteristischen Inhaltsstoffe: die Wacholderbeere. Bei der Gin-Produktion werden insgesamt bis zu 120 verschiedene Aromen und Wirkstoffe miteinander verbunden. Dabei findet die Aromatisierung bereits während der Destillation und nicht – wie bei vielen anderen Spirituosen – im Nachhinein statt. Mindestens 37,5 Prozent Alkohol muss ein Gin laut EU-Bestimmungen haben. Insofern sollte man besser darauf achten, zu welchem Gin man greift. Je nach Qualität sind Kopfschmerzen schnell vorprogrammiert.

Neue Vielfalt.

Aber keine Angst: Es gibt unzählige Gin-Sorten, die auch steigendem Qualitätsbewusstsein katerfrei Rechnung tragen. Vom günstigen Klassiker bis zur preisintensiven Spezialität ist dabei alles zu haben. Und immer neue Kreationen kommen auf den Markt, die es sich zu probieren lohnt. Auf der Grünen Woche durften wir einen ganz besonderen Gin kennen-lernen, der erst ab Mai 2017 in den Handel kommt:

Eine hochprozentige Liaison.

Unter dem Namen MUNDUS 45 haben der Berliner Sternekoch Markus Semmler und das Harzer Klostergut Wöltingerode gemeinsam einen Gin kreiert. Dabei scheint der Name Programm zu sein: Mundus steht im Lateinischen für Reinheit und 45 für den Alkoholgehalt. Durch seine besondere Reinheit soll sich der Gin auch auszeichnen. Die Basis des Feinbrandes ist Wacholder aus dem Harz und Trester aus der preisgekrönten Weingärtnerei Cleebronn-Güglingen. Hinzu kommt klares Wasser aus dem klostereigenen Brunnen und ein handwerkliches Brennverfahren nach alter Tradition.

Koch-Genie trifft Klostergeister.

Nicht nur die Zutaten, sondern auch die Zusammenarbeit von Klosterbrennerei und Sternekoch ist etwas ganz Besonderes. Wie es dazu kam, beschreibt Markus Grüsser, Geschäftsführer der Klosterbrennerei Wöltingerode: „Ich schätze die Kochkunst von Markus Semmler schon seit Jahren. Ich war im letzten Jahr mit Freunden bei ihm im Restaurant essen, als er sich zu uns an den Tisch setzte. Im Gespräch stellten wir fest, dass wir beide eine Vorliebe für Gin haben – der Rest kam dann ganz von selbst.“

Auch Markus Semmler, der seit 2016 offiziell den Titel „Berliner Meisterkoch“ trägt, ist begeistert von dem Projekt: „Kulinarische Ereignisse zu schaffen, das ist meine große Leidenschaft. Einen Gin in seiner ursprünglichen Form zu kreieren, hat mich gereizt. Das Kloster Wöltingerode mit seiner jahrhundertelangen Brennerei-Tradition war hierfür ein idealer Partner“.

Gin-Liebhaber dürfen also gespannt sein, wie diese außergewöhnliche Zusammenarbeit schmecken wird. Die ersten Probe-Schlucke auf der Messe waren zumindest vielversprechend.

 

Text: Michael Falk
Bild: Manuela Mehnert

 

Info

Markus Semmler

Die Klosterbrennerei Wöltingerode

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