In tiefer Trauer

Am Montagabend, fünf Tage vor Heiligabend, stand Berlin für einen fürchterlichen Augenblick still. Kurz nach 20 Uhr fuhr ein Sattelschlepper in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Hier zwischen Kurfürstendamm und Bahnhof Zoo hatten sie vermutlich nichts anderes im Sinn, als mit der Familie nach dem Weihnachtsshopping einen Glühwein zu trinken, sich in vorweihnachtlicher Stimmung mit Freunden zu treffen oder den Feierabend gesellig mit ein paar Kollegen zu verbringen. Genau in diesem Moment, in dem man friedlich beisammen ist, erwartet man das Schreckliche am allerwenigsten.

Zwölf Menschen verloren von einer Sekunde auf die andere ihr Leben, viele verloren ihre Angehörigen, Freunde und manche wohlmöglich auch den Glauben an das Gute.  Einige behaupten, dass es eine Frage der Zeit gewesen sei, bis so ein Schicksalsschlag auch in Berlin passieren musste. Das darf es nie sein!

Wir sind entsetzt, erschüttert, traurig und sprachlos. Wir wollen nicht mutmaßen, nicht  vor- und nicht verurteilen. Unsere Gedanken gelten den Menschen, die diesem erschütternden Ereignis zum Opfer fielen, denen, die um sie trauern und denen, die mit Verletzung davon gekommen sind. Für sie werden die kommenden Wochen und Monate und vor allem das bevorstehende Weihnachtsfest eine schwere Zeit, für die wir viel Kraft wünschen.

Text: Michael Falk

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