Kennen Sie diese Silvester-Traditionen?

Der Jahreswechsel bzw. die Zeit um die längste Nacht des Jahres ist seit jeher ein wichtiger Punkt im Jahreszyklus. Menschen haben diese Zeit schon immer mit vielen Festen aber auch Bräuchen und Traditionen angefüllt, von denen sich manche bis heute erhalten haben.

Doch woher zum Beispiel kommt der lauteste aller Silvesterbräuche? Verabschieden wir uns mit allerlei Raketen und Krach vom alten Jahr? Oder begrüßen wir mit einem spektakulären Feuerwerk das neue? Weder noch – der lärmende Jahreswechsel galt ursprünglich weder dem alten noch dem neuen Jahr, sondern diente den Menschen in erster Linie dazu, die bösen Geister und die lange Dunkelheit zu vertreiben.

Wer es noch nicht wusste: Eine verzehrte Linsensuppe am Silvestertag soll nicht nur Kummer und Sorgen im neuen Jahr ausbleiben lassen, sondern auch für Wohlstand sorgen. Die Linsen stehen nämlich stellvertretend für viele Geldmünzen.

Ein Brauch, der sich ebenfalls gehalten hat, besagt, dass man zwischen den Weihnachtstagen und Silvester keine Wäsche waschen und aufhängen soll. Ursprünglich glaubten die Menschen, dass man so die Geister verärgere, die gerade zum Jahresende viel unterwegs sind und möglicherweise in der Wäsche hängen bleiben.

Von diesem Brauch habe ich mich ehrlich gesagt etwas distanziert – ich wasche auch zwischen den Jahren – mit einem guten Gewissen, weil die Geister hoffentlich nichts gegen den Trockner haben. Ich verärgere allerdings bis heute keine Vögel – vor allem keine Gänse – weil das Glück dann auch schnell verfliegen könnte, so besagt es ein weiterer Silvesterglauben.

Ein Glas Punsch wurde übrigens zu Beginn des 18. Jahrhunderts zum absoluten In-Getränk. Nicht nur, weil sich viele den edleren Sekt nicht leisten konnten, war das Mischgetränk aus Wein, Tee, Zucker  und Zitrone ein willkommener Drink. Mit was auch immer Sie anstoßen: Prost und Prosit auf ein gutes neues Jahr!

Text: Manuela Mehnert
Foto: stocksnap.io/Jens Mayer

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