Langston Uibel

Langston Uibel: Wahlberliner mit Geschmack

Film, Fernsehen, Theater – und jetzt auch noch ein eigener Foodtruck. Mit gerade mal 19 Jahren hat Jungschauspieler Langston Uibel einen ziemlich vollen Terminkalender. Trotzdem hat es sich der gebürtige Londoner, der vom ID Magazin zu den spannendsten „deutschsprachigen Schauspieltalenten von morgen“ gezählt wird nicht nehmen lassen, uns ein paar Fragen zu Berlin und seinem neuesten Film „High Society“ (Kinostart am 14. September 2017) zu beantworten.

BLO: Du bist 2006 mit deiner Familie aus deiner Geburtsstadt London nach Berlin gekommen – in welchen Kiez seid ihr damals gezogen?
Langston Uibel: „Wir sind direkt in das schöne, grüne und bisschen spießige Westend gezogen und hier fühle ich mich bis heute zuhause. Ich konnte dort unbeschwert aufwachsen und man ist nur 15 Minuten vom Zoologischen Garten entfernt, aber trotzdem abseits von dem ganzen Trubel.“

Wo lebst du heute, in welchem Kiez fühlst du dich zu Hause?
Uibel: „Ich lebe jetzt in der Nähe vom Schloß Charlottenburg, sehr nah an der Spree. Auch sehr ruhig. Also, Charlottenburg ist schon mein Bezirk.“

Was ist dein liebster Ort im Sommer in Berlin?
Uibel: „Einmal der Savingyplatz weil mein Vater hier wohnt und ich gefühlt alle meine Freunde immer hier treffe. Sonst natürlich am Wasser. Hier sind der Teufelssee oder der Wannsee meine Favoriten.“

Wohin gehst du, wenn du richtig lecker essen möchtest?
Uibel: „Gute Frage, hier kommen meine Top Fünf: Das libanesische „El Reda“ in der Turmstraße. Vietnamesisch bei „Ben Thanh“ in der Kantstraße. Das japanische „Heno Heno“ in der Wielandstraße. YAMEM RAMEN, der beste Foodtruck der Welt auf verschiedenen Märkten und Veranstaltungen in Berlin. Und zu guter Letzt noch das  „Risa“ am Zoo.“

Du hast eine katholischen Grundschule besucht – welche Rolle spielt der Glaube heute in deinem Leben?
Uibel: „Ich finde, Glaube ist etwas Schönes, unabhängig davon an was man glaubt. Allerdings passieren jeden Tag auf dieser Welt so viele grausame Sachen, weil Menschen den vielleicht anderen Glauben von ihren Mitmenschen nicht akzeptieren und respektieren wollen. Das finde ich sehr befremdlich und aus diesem Grund distanziere ich mich momentan sehr von religiösen Institutionen.“

Woher kommt deine Leidenschaft für die Schauspielerei?
Uibel: „Ich hatte das Glück per Zufall dazu zu kommen und es hat mich direkt gepackt! Ich konnte meine überschüssige Energie einfach “rausspielen”. Das war und ist echt ein Privileg.“

Was hat dich am Projekt „High Society“ gereizt, was ist deine Rolle im Film?
Uibel: „Ich spiele die Rolle des Siddharta Schlonz, der damit zurecht kommen muss, dass er eine neue Schwester vor die Nase gesetzt bekommt. Ich hatte Lust, mal eine Komödie zu drehen und natürlich waren die Regisseurin Anika Decker sowie meine tollen Mit-Schauspieler ein riesiger Anreiz.“

Schüchtert es dich ein, an der Seite von Schauspielern wie Katja Riemann und Iris Berben zu spielen oder bist du da ganz selbstbewusst? Konntest du von jemandem besonders viel lernen?
Uibel: „Eingeschüchtert hat mich es nicht. Es ist einfach spannend, zuzuschauen und dabei zu lernen. Ich habe mich besonders mit Katja sehr gut verstanden und es ist schön mit solch erfahrenen Leuten zu arbeiten. Es hilft dem ganzen Team in jeder Hinsicht.“

Du wirst demnächst mit einigen Freunden einen eigenen Foodtruck an den Start bringen. Woher kommt deine Begeisterung für Street Food? Und auf was darf man sich freuen?
Uibel: „Man findet in dem Bereich einfach oft neues, anderes und experimentelles Essen und dass finde ich gut! Wenn alles gut läuft startet unser Foodtruck YAMEN RAMEN Mitte September auf verschiedenen Märkten und Veranstaltungen in Berlin. Wir freuen uns schon sehr und man wird schon bald mehr hören!“

Text: Eve-Catherine Trieba
Bild: © BEQUEST MAG

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