einsunternull gedeckter Restauranttisch

Zurück zu den Wurzeln

Seit genau einem Jahr etabliert das Restaurant einsunternull in der Hannoverschen Straße eine Küchenrichtung, die Großmutters Küchenhandwerk zu neuem Leben erweckt. „Zurück auf null, zu den Ursprüngen“ möchten Gründer Ivo Ebert (ehemals Teilhaber vom Reinstoff) und Küchenchef Andreas Rieger (u.a. Horváth) die Berliner Food-Szene führen.

Praktisch bedeutet das: Es wird streng regional, saisonal und mit Bezug auf alte Techniken gekocht. So wird beispielsweise eine Schmorzwiebel-Brühe mit eingelegten Fichtentrieben angereichert, man führt Broiler und gebeiztes Ei zusammen oder kombiniert Weiße Bete mit Haselnussmilch und Spargel vom Frühjahr. Auch gehobelter Knollensellerie, Grünkohl, Dünnung vom Lamm oder milchsauer Vergorenes und Eingemachtes finden ihren Platz auf den Tellern. Das alles schmeckt kräftig, echt und ursprünglich und ist für den Gaumen eine echte Entdeckung, zum Teil auch Herausforderung.

Während man mittags im lichtdurchfluteten Erdgeschoss mit offener Küche speist, wird abends im Untergeschoss mit Lichthof aufgetischt. Übrigens auf handgemachtem Porzellan aus einer Berliner Manufaktur. Mittags startet man ab drei Gängen für 29 Euro. Abends kosten sechs bis zehn Gänge 77 bis 117 Euro. Dazu gibt es echte „Naturweine“, die auch gestandene Sommeliers noch überraschen können.

Unser Fazit: Wer experimentierfreudig ist, und sich im Restaurant gerne in unbekanntes Terrain führen lässt, kommt im einsunternull definitiv auf seine Kosten. Einrichtungs-, Licht- und Gastrokonzept garantieren eine ganzheitliche Erfahrung, die sogar Großmutter von den Socken gehauen hätte.

speise    tisch

Text, Fotos: Eve-Catherine Trieba

Info

einsunternull
Hannoversche Straße 1
10115 Berlin

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen? Jetzt bewerten!
Keine Kommentare

Kommentar verfassen