Daniel Rodic, Curry36, Berlin

Auf eine Currywurst mit … Daniel Rodic

Ein Sport-Ass mit serbischen Wurzeln und einer Familie, die ein Händchen hat für richtig gutes Essen. Der Weg in die Schauspielerei war für Daniel Rodic nicht unbedingt vorgezeichnet. Doch die Leidenschaft hat den Rheinland-Pfälzer früh gepackt. Heute steht er erfolgreich für Film- und Serien-Produktionen vor der Kamera. Mit uns hat der 27-Jährige am Zoo in die Currywurst gebissen.

Mit Darm oder ohne?

Daniel Rodic: „Ohne. Aber das habe ich gerade spontan entschieden. Ich kenne mich mit Currywurst nicht so gut aus. Das letzte Mal habe ich eine während der Berlinale gegessen, aber davor ein paar Jahre nicht.“

Kochen oder bekochen lassen?

Rodic: „Ich kann zwar kochen, genieße es aber auch sehr, mal bekocht zu werden. Meine Familie betreibt ja unter anderem eine Crêperie in Köln und meine Mutter backt und kocht wirklich super. Ich bin sowas wie ihr Versuchskaninchen und probiere alles vom Eintopf bis zum Kuchen. [lacht|“

Küche oder Kamera?

Rodic: „In meiner Familie haben immer alle mit angepackt. Aber die Gastro-Branche kann sehr anstrengend sein. Mein Vater öffnet die Crêperie um 12 Uhr. Mit ausschlafen ist trotzdem nichts, denn davor muss ja noch eingekauft und alles vorbereitet werden. Um 22 Uhr nach Ladenschluss räumt man dann nochmal zwei Stunden alles auf, um danach ins Bett zu fallen. Schon als kleines Kind habe ich die Leute gerne unterhalten, mit Tanz, Gesang und allem. Mit zehn oder elf Jahren hat mein Bruder mir Good Fellas gezeigt und ich war total begeistert. Danach schrieb er ein Drehbuch [heute ist Daniels Bruder Momcilo Rodic Regisseur; Anm. d. Red.] und ich habe alle Rollen gespielt. Daraus ist dann ein richtiger kleiner Amateur-Film geworden. So wurde bei mir das Feuer für die Schauspielerei entfacht.“

Herz oder Schnauze?

Rodic: „Kurz nach meiner Ausbildung an der Schauspielschule Köln war ich das erste Mal in Berlin, um hier meine erste Schauspiel-Agentin zu treffen. Heute bin ich beruflich aber auch privat sicher alle zwei Monate hier. Von Anfang an mochte ich, dass hier Tacheles gesprochen wird. Mit Leuten, die mit allem hinterm Berg halten, kann ich nicht so viel anfangen. Die direkte Offenheit ist das Schöne an der Stadt.“

Ost- oder West-Berlin?

Rodic: „Ich kenne mich vor allem in Friedrichshain richtig gut aus. Rund um den Boxhagener Platz fühle ich mich fast wie zu Hause. Es gibt dort super viele Ecken, an denen man immer neue Sachen entdecken kann. Gerade kulinarisch. Das liebe ich. Zum Frühstück kann ich zum Beispiel die Acai Bowl im Cozys total empfehlen.“

Basketball oder Parcours – welches ist deine Lieblingssportart?

Rodic: „Jeder Sport bringt dir bestimmte Fähigkeiten. Basketball ist für die Fingerfertigkeit super. Angefangen habe ich aber mit Fußball und Tischtennis. Und dann habe ich ganz lange Taekwondo gemacht und darüber die Liebe zum Kampfsport entdeckt. Es reizt mich, dass du dabei deinen ganzen Körper einsetzen musst. Ich mache gerne Ganzkörper-Übungen. Eine Zeit lang war auch mal Parcours dabei und Freestyle. Generell probiere ich gerne neue Sachen aus.“

Film oder Serie?

Rodic: „Die Serien haben sich in letzter Zeit qualitativ extrem entwickelt – man kann heute Kinofilme durchaus mit Netflix-Serien vergleichen. In 90 Minuten eine richtig gute Story zu erzählen ist genau so anspruchsvoll, wie in zehn Folgen eine Figur komplett auszuarbeiten. Für mich war Kino immer das A und O, einfach weil ich damit aufgewachsen bin. Heute kommt es generell auf die Qualität und den Stoff an, dann habe ich Lust drauf. Man muss jede Rolle respektvoll angehen.“

Alles Müll oder was? Konnten Sie bei den Dreharbeiten zu „Die Drei von der Müllabfuhr“ [AT; mit Uwe Ochsenknecht und Jörn Hentschel] etwas Neues lernen?

Rodic: „Definitiv! Wir haben alle einen Tag hier in Berlin bei der Müllabfuhr mitgearbeitet, damit wir wissen, wie das Ganze funktioniert. Und da ist mir erst aufgefallen: Wenn alles zugeparkt ist, kommst du mit den Tonnen einfach nicht zum LKW in der zweiten Reihe. Du musst erst bis zum anderen Ende der Straße gehen. Wir hatten an dem Tag nur eine Tour und es war körperlich sehr anstrengend. Was die Jungs da leisten ist unglaublich. Aber unser Fahrer Uwe meinte, das war noch gar nichts. [lacht]“

 

Text: Eve-Catherine Trieba
Foto: © XAMAX

 

Info


Curry 36
Filiale am Bahnhof Zoologischer Garten
Hardenbergplatz 9
10623 Berlin
Öffnungszeiten täglich 8:00 – 5:00 Uhr

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