Leonard Lansink Curry36 Currywurst Berlin

Auf eine Currywurst mit … Leonard Lansink

Mit Darm oder ohne?
Leonard Lansink: „Mit. Weil ich Westfale bin. Und wenn der Westfale was bestellt, dann will er im-mer alles. Ohne Darm hätte er ja was verschenkt. [lacht]“

Kochen oder bekochen lassen?
Lansink: „Sowohl als auch. Ich gehe mit meiner Frau gerne auswärts essen. Gerade ferne Länder-küchen sind für uns so eine Art Urlaubsersatz. Aber ich koche auch sehr gerne. Meine Frau ist mehr so der Ein-Platten-Koch-Mensch, also sie kann super Eintöpfe und alles. Ich kann besser mit vier Platten arbeiten. Das ist zwar immer eine Sauerei, aber das Ergebnis ist okay. [lacht] Be-sonders gut kann ich Buletten bzw. Frikadellen, wie es in Westfalen heißt. Das Geheimnis ist halb Schwein, halb Kalb. Vorher Zwiebeln, Petersilie und Speck anschwitzen. Und ein bisschen ge-kochten Schicken mit rein – schmeckt bestens.“

Berlin oder Westfalen, wo fühlen Sie sich zuhause?
Lansink: „Ganz klar Berlin. Ich wohne ja schon seit über 15 Jahren hier, da wird man Berliner. Ich würde auch gerne hier arbeiten und nicht immer in Münster oder Köln. Dort gehe ich abends ins Hotel und nicht nach Hause, das ist natürlich ein bisschen traurig. Aber wie beim ordentlichen Restaurant hängt auch in der Ferne alles vom Personal ab. Ich habe so ein paar Hotels, da kom-me ich zum Glück sehr gut aus. Manchmal kommt meine Frau auch mit mit unseren zwei Hunden, wenn das Hotel hundefreundlich und die Stadt nett ist.“

Schöneberg oder Friedrichshain?
Lansink: „Wir sind vor fünf Jahren umgezogen aus der Winterfeldtstraße nach Friedrichshain. Mei-ne Frau kam damals aus Münster und wollte hier einen Neuanfang. Wir haben dann erst in Schö-neberg gesucht aber dort sind die Mietpreise stark angezogen. Also haben wir irgendwann be-schlossen, dass es besser ist, sich eine Wohnung zu kaufen als einem Hausbesitzer das Haus zweimal zu finanzieren. So hat es uns nach Friedrichshain verschlagen. Dort leben viele Zugezoge-ne, also so Leute wie wir. Man trifft dort weniger alte Berliner aus Schlesien oder so, sondern Neu-Berliner aus Mexiko und Stuttgart. Wir fühlen uns aber wohl dort.“

Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel?
Lansink: „Da ich keinen Führerschein habe, gerne beides. Besonders liebe ich die Ringbahn, die ist super. Mit den Hunden kommt man mit der zum Beispiel prima in den Plänterwald oder nach Köpenick.“

Brandenburger Tor oder Oberbaumbrücke – was zeigen Sie Gästen in Berlin als erstes?
Lansink: „Die Viktoria Bar in der Potsdamer Straße. Die hat so einen besonderen Retro-Charme und ein super Personal. Ansonsten kommt man im Nachtleben nicht mehr so viel rum. Man hat ja die Hunde zu Hause, die wollen abends um 22 Uhr nochmal auf die Wiese. Und das ist irgendwie auch ganz gut so.“

Lesen oder Gassi gehen – wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Lansink: „Ich bringe den Hunden bei, sich ordentlich zu benehmen. Das ist wichtig in der Groß-stadt. Gerade Friedrichshain hat ja eine sehr große Hundedichte, also es lastet sehr viel Druck auf dem einzelnen Hund. Denn er trifft ja 50 andere pro Tag. Da muss man sich schon benehmen. Das ist echt Arbeit. Aber wenn man weiß, wie Hunde so ticken, dann kriegt man das schon hin. Unsere Tierheim-Hündin springt immer noch gerne Menschen an, aber auch das ist schon besser gewor-den. Unseren Labrador haben wir vom Züchter. In die zweite Hündin aus dem Berliner Tierheim hat sich meine Frau verliebt. Der Hund, den wir schon hatten, hätte keinen anderen gebraucht. [lacht].“

Berge oder Meer – wo verbringen Sie einen Familienurlaub am liebsten?
Lansink: „Ostsee und Nordsee finden wir super. Die Hunde mögen lieber die Ostsee, weil das Wasser nicht ganz so salzig ist. Generell sind wir eher an der West-Ostsee, dort leben auch die Schwiegereltern. Dort ist es „nicht ganz scheiße“, wie der Westfale sagt [lacht].“

Text: Eve-Catherine Trieba
Foto: © XAMAX

 

Info

Curry 36
Filiale Mehringdamm
Mehringdamm 36
10961 Berlin
Telefon: 030 25800 88336
Öffnungszeiten täglich 9 bis 5 Uhr

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